Gartenreise Deutschland



Würzburger Land
Gartenkunst und Lebenskultur in Berlin
Spätsommer in Ostwestfalen


Zauberhaftes Ammerland – ein Farbenmeer aus Rhododendron
5 Tage-Reise vom 17.05. – 21.05.2017


Im Frühling verwandeln Tausende von Rhododendron und Azaleen die Ammerländer Parklandschaft um Bad Zwischenahn in ein Farbenmeer. In der küstennahen größten Baumschulregion Europas besuchen wir die interessantesten Baumschulen und Gärtnereien, Baumparks und Waldgärten. Zudem erfahren wir die lebendige Geschichte der historischen Bauerngärten, lernen die besten Staudenzüchtungen Ernst Pagels kennen und lassen den Blick durch das Artland und die ostfriesische Landschaft schweifen.

Baumschule Bruns - Park der Gärten - Rhododendron-Park Hobbie - Pflanzenmarkt im Rhododendron-Park Bremen - Rühlemann’s Kräuter- und Duftpflanzen - Bauerngarten am Kösterhof - Taxusgarten am Hof Meyer-Nutteln - Staudengärtnerei Mühring - Baumschulgarten Enneking - Garten hinterm Deich


Von Pflanzensammlern und Denkmalschützern
Auf dem Weg ins Ammerland besuchen wir den Baumschulgarten Enneking, einen Spezialisten für außergewöhnliche Pflanzen und Gärten. Die Pflanzensammler des Familienbetriebes bieten in ihrer Baumschule eine große Sortenvielfalt von Ahorn, Hartriegel, Magnolien, Hortensien und Eichen an, um nur wenige Pflanzengattungen zu nennen. Eine Spezialität ist die Auswahl an seltenen Pflanzen. Freunde kleiner Gärten finden hier auch schwachwüchsige Pflanzen, Hexenbesen und Miniaturgehölze. Von hier geht es weiter ins Artland in den Taxusgarten am Hof Meyer zu Nutteln. Die kunstvoll geschnittenen Eiben-Figuren von ‘Braut und Bräutigam’ erinnern an die Entstehungszeit (um 1840) des prächtigen Artländer Fachwerkhauses. Ein kleiner im alten Stil angelegter bäuerlicher Gemüsegarten schließt sich an die Taxusanlage des denkmalgeschützten Hofes an. Östlich des Hauses liegt der Blumengarten mit einer alten Grotte aus dem Jahre 1900, die aus farbigem Gestein und großen Muscheln aufgeschichtet ist.
Unser Quartier beziehen wir für die nächsten Tage in der schönen Universitäts- und ehemaligen Residenzstadt Oldenburg.




Durch den Rhododendron-Urwald in die modernsten Parks der Metropolen Europas
Der Rhododendron-Park der Familie Hobbie bei Westerstede zählt zu den größten und schönsten seiner Art in Europa. Unter hohen Kiefern und exotischen Laub- und Nadelbäumen entfalten sich die immergrünen Blütengehölze in allen Farben und Formen, rund 250 Wildarten und über 1000 Sorten aus eigener und fremder Züchtung. Einen besonderen Reiz strahlen die baumartigen, bis zu 7 Meter hohen Rhododendron aus, die zu einem beinahe urwaldartigen Park zusammengewachsen sind. Sie erinnern an den leidenschaftlichen Züchter und Gründer D.G. Hobbie, der 1928 den ersten Samen setzte.
Anschließend freuen wir uns auf einen Einblick in eine der besten Baumschulen Europas. Seit vier Generationen produziert das Familienunternehmen der Baumschule Bruns in Bad Zwischenahn ein breites und aktuelles Sortiment hochwertiger Pflanzen auf 500 Hektar Fläche. Die größte Baumschule im Ammerland kultiviert schwerpunktmäßig malerische Solitärbäume und gleichmäßige Alleebäume, die in exklusiven Privatgärten und ambitionierten Architekturprojekten in Berlin, Paris, London, der Schweiz oder Russland Parkanlagen, Gartenschauen (z.B. Chelsea Flower Show, London) und urbane Plätze als gestalterische Elemente bereichern.



Gartenkultur in neuen und alten Gärten
Gartenkultur auf hohem Niveau präsentiert der Park der Gärten in Bad Zwischenahn auf dem ehemaligen Gelände der ersten Niedersächsischen Landesgartenschau 2002. Über 40 Themengärten wie Blindengarten, Heilgarten, Arboretum, Wildstaudengarten, Ahorntal oder Skulpturengarten zeigen die Vielfalt gärtnerischer Ausdrucksformen. Eine große Rhododendron- und Azaleensammlung entfaltet im Frühjahr ein einzigartiges Farbspektakel.
Am Nachmittag besuchen wir den Bauerngarten auf dem Kösterhof. Insea Köster-von Laer erzählt uns die Geschichte der über 600 Jahre alten Hofanlage, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine beliebte Schankwirtschaft mit großem Kaffeegarten war. Wir schlendern durch den alten Garten, in dem die Graftanlage mit Teich und reetgedecktem Pavillon noch an die Vergangenheit erinnert und schauen uns die erweiterten Gartenbereiche mit Gemüsegarten und Blumenbeeten an.




Kräuterduft und Pflanzenmarkt
Am Vormittag lassen wir uns in der Kräutergärtnerei Rühlemann’s Düfte um die Nase wehen. Daniel Rühlemann bietet seit Jahren das interessanteste Sortiment an Kräutern, auch exotische und unbekannte Duftpflanzen aus aller Welt an. Soeben hat er mit einem befreundeten Koch sein Buch ‘Weltkräuterküche’ fertiggestellt. Ganz in der Nähe zeigt der Rhododendron-Park in Bremen auf einer Fläche von 46 Hektar eine einzigartige Sammlung an Rhododendron und Azaleen. Von den weltweit ca. 1.000 verschiedenen Rhododendron-Wildarten wachsen hier mehr als 600. Auf dem Gelände ehemaliger Landgüter finden die Moorbeetpflanzen unter alten Eichen, Buchen und Eschen idealen Schatten und Windschutz. Die Hauptblütezeit der weltweit zweitgrößten Sammlung liegt witterungsabhängig etwa zwischen Ende April und Mitte Juni. Traditionell findet hier zu dieser Zeit der Pflanzenmarkt von rund 40 Gärtnereien statt, die ihre interessantesten Sortimente zur besten Pflanzzeit präsentieren.



Die besten Staudenzüchtungen von Ernst Pagels
Von der Ammerländer Parklandschaft verabschieden wir uns heute und fahren Richtung Westen nach Ostfriesland. Im Garten hinterm Deich haben Meike und Dr. Wilhelm Diddens rund um ihr Wohnhaus, die ehemalige Dorfschule in Eskum, einen rund 4500 Quadratmeter großen Garten mit Gemüsegarten, Teich und einer heiteren Pflanzenwelt aus Stauden, Rosen und Formschnittgehölzen sowie herrlichen Ausblicken in die ostfriesische Kulturlandschaft gestaltet. Abschließend geht es in die Staudengärtnerei Mühring. Gerhard Mühring kultiviert seit mehr als 30 Jahren ein qualitätsvolles Sortiment an Stauden, Farnen, Kräutern, Duft- und Wasserpflanzen. Eine umfangreiche Auswahl von Gräsern ist einer der Schwerpunkte sowie das Vollsortiment der Züchtungen von Ernst Pagels. Ernst Pagels selektierte, benannte oder führte etwa 150 Sorten ein, die dem von seinem Lehrer Karl Foerster formulierten Anspruch, dass gartenwürdige Stauden „Dauersieger“ und „Ordnungshelden“ sein sollten, genügen. Sie zeichnen sich durch Robustheit, Langlebigkeit und Natürlichkeit aus. Schwerpunkte seiner züchterischen Arbeit sind, neben den Schattenstauden, eindeutig die unterschiedlichen Achillea- und Salvia- sowie die Miscanthus-Typen, mit denen er das bestehende Sortiment revolutionierte und damit Anteil an der Entstehung der Bewegung des Ornamental Grass Gardening hat, heute oft auch bezeichnet als Dutch Wave Movement des niederländischen Gartendesigners Piet Oudolf. Am frühen Abend erreichen wir Mönchengladbach/Nettetal.

Leistungen:
• 4 x Hotelübernachtung inkl. Halbpension in Oldenburg
• inkl. aller Rundfahrten und Garteneintritte lt. Programm

Preise:
775,00 € pro Person im Doppelzimmer
95,00 € Einzelzimmerzuschlag
33,00 € RRV im DZ / 37,00 € RRV im EZ

zur Anmeldung

Reiseleitung, Organisation und Bustransfer:
aha!- Reisen/Peter Gartz
botanisch-gärtnerische Leitung: Anja Birne

Geringförmige Änderungen im Programmablauf, die jedoch nicht den Leistungsumfang beeinträchtigen,
sind möglich.Transportraum für ihre Pflanzeneinkäufe ist selbstverständlich vorhanden!





Gärtnerfreuden und Botanische Kunst im Würzburger Land
3 Tage-Reise vom 21.07. – 23.07. 2017


Fränkisches Weinland – zwischen Tradition und Moderne. Hochinteressant sind die Sichtungsgärten für Rosen und Clematis der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und der Rokokogarten am Sommerschloss der Würzburger Fürstbischöfe in Veitshöchheim. Aktuell das Thema der zeitgenössischen Botanischen Kunst in der Galerie der botanischen Künstlerin Sylvia Peter. Das Forum Botanische Kunst ist bislang europaweit die einzige Galerie, die sich ausschließlich der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Pflanzenwelt widmet. Eine Weinprobe in den denkmalgeschützten WeinKulturGaden und der Besuch von drei spannenden Privatgärten in der Würzburger Region runden den sommerlichen Ausflug ab.

Main-Schifffahrt von Veitshöchheim nach Würzburg - Abendessen und Mittagessen in atmosphärischen Restaurants mit regionaltypischer Küche - Stilbaukunde-Führung in Thüngersheim – Winzerbrotzeit




Sommerfreuden des Fürstbischofs
Im Rahmen einer dreitägigen Wochenendreise fahren wir ins Würzburger Land. Wir starten zeitig am Morgen um bereits mittags in der fränkischen Weinregion die Sichtungsgärten der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zu besuchen. Hier lassen wir uns im Rahmen einer Führung schöne und robuste Rosen und langblühende gesunde Clematis empfehlen. Anschließend haben Sie die Gelegenheit in Veitshöchheim ihre Mittagspause zu verbringen. Am Nachmittag werden wir im reizvollen Rokokogarten am Sommerschloss der Würzburger Fürstbischöfe in Veitshöchheim am Main erwartet. Unter dem Thema „Sommerfreuden des Fürstbischofs“ lernen wir eine der reizvollsten Gartenanlagen des 18. Jahrhunderts kennen und erfahren nicht nur die Geschichte des Gartens und seiner reichen Dekorationen, sondern auch ganz alltägliche Dinge wie Gemüse- und Obstanbau oder Wassertechnik in vergangenen Zeiten. Der Rokokogarten liegt direkt am Main und so runden wir den Gartennachmittag entspannt mit einer Schifffahrt nach Würzburg ab. In einem sehr atmosphärischen Restaurant direkt am Main kehren wir zum Abendessen ein und genießen die regionaltypische Küche Frankens. Wer möchte, lässt den Abend mit einem Bummel durch die Altstadt und einem Glas Frankenwein ausklingen.


Botanische Kunst und Weingenuss
Nach dem Frühstück besuchen wir die botanische Malerin Sylvia Peter und ihren Mann Michael Junginger in ihrem Atelier und in der Galerie Forum Botanische Kunst in Thüngersheim am Main. Die Galerie Forum Botanische Kunst ist bislang europaweit die einzige Galerie, die sich ausschließlich der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Pflanzenwelt widmet. Der Bogen der gezeigten zeitgenössischen Kunstwerke spannt sich von altmeisterlichen Aquarellen über fotorealistische Malerei, Grafik, Fotografie, Objekt bis zur Skulptur. Die Galerie in einem liebevoll restaurierten Renaissance-Winzerhof vertritt rund 30 Künstler und Künstlerinnen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Michael Junginger begleitet uns anschließend auf einem Architektur-Spaziergang durch das Winzerdorf Thüngersheim und macht uns auf 400 Jahre Architektur im Bürger-und Bauernhaus aufmerksam. Dann kehren wir ein in das urige Restaurant Zum Bären zum Mittagessen. Anschließend bekommen wir einen Einblick in die Kulturlandschaft und den Weinbau bei einer Weinprobe in den denkmalgeschützten WeinKulturGaden durch die Jungwinzerin Julia Geiger vom ältesten Weingut Geiger & Söhne des Ortes. Das Maintal mit seinen Muschelkalkböden und seiner vor Regen geschützten Lage bietet hervorragende Voraussetzungen für den Anbau erstklassischer Weine. Mit mehr als 250 ha Rebfläche ist Thüngersheim eine der größten Weinbaugemeinden in Franken. Fleiß und Können haben der Gemeinde den Ruf eingetragen, das „Feinkostlädchen Frankens“ zu sein. Anschließend fahren wir nach Würzburg zurück und runden mit dem Besuch des ländlich-eleganten Privatgartens von Simone Angst-Muth den sommerlichen Ausflug ab. Geniessen Sie den lauen Sommerabend in der Altstadt von Würzburg am Main.

Gemüsevielfalt, Gartendesign und Winzerbrotzeit
Nach dem Frühstück fahren wir nach Mainstockheim in den Privatgarten von Barbara und Martin Keller. Die langjährige Gärtnerin des Botanischen Gartens in Würzburg engagiert sich privat leidenschaftlich für Saatgutanbau von seltenen Gemüsesorten und hat vor 6 Jahren das erste Internationale Saatgutfestival in Iphofen mit Markt der Vielfalt ins Leben gerufen. Anschließend geht es auf den Hof-Zellesmühle in Reusch . Hier hat Dr. Gerhard Hermann rund um sein Mühlenanwesen aus dem 16. Jahrhundert einen großzügigen Landschaftspark mit Baumschule angelegt. Die Fachwerkgebäude sorgen für den baulichen Rahmen inmitten der großzügigen Gartenanlage mit Stauden- und Kräuterbeeten, Obstgarten, Teichen und Orangerie.
Mit einer Winzerbrotzeit in der Nachbarschaft verabschieden wir uns vom fränkischen Weinland und fahren mit vielen neuen Eindrücken und Inspirationen zurück.

Leistungen:
• 2 x Übernachtung inkl. Halbpension in Würzburg (Zentrum)
• 1 x als Abendessen / 1 x als Mittagessen
• Frühstück bei Anreise im Bus
• Weinverkostung
• alle Rundfahrten und Garteneintritte lt. Programm

Preise:
489,00 € pro Pers. im Doppelzimmer
75,00 € Einzelzimmerzuschlag
21,00 € RRV im DZ / 25,00 € RRV im EZ

zur Anmeldung

Reiseleitung, Organisation und Bustransfer:
aha!- Reisen/Peter Gartz
botanisch-gärtnerische Leitung: Anja Birne

Geringförmige Änderungen im Programmablauf, die jedoch nicht den Leistungsumfang beeinträchtigen, sind möglich. Transportraum für ihre Pflanzeneinkäufe ist selbstverständlich vorhanden!





Internationale Gartenkunst und grüne Lebenskultur in Berlin
5 Tage-Reise vom 26.07. – 30.07.2017


Ein erlebnisreiches und überraschendes Festival der Gartenkunst erwartet uns auf der IGA: zeitgemäße Gestaltungsideen, Dialog der Kulturen, Gärten der Welt, zukunftsweisende Projekte, Naturgärten, grüne Stadträume – die Internationale Gartenausstellung IGA widmet sich der Zukunft von urbanem Grün. Die pulsierende Metropole und das nahe Potsdam offenbaren weitere Höhepunkte der Gartenkultur: den denkmalgeschützten Senkgarten des legendären Staudenzüchters Karl Foerster, Schloss Sanssouci auf den berühmten Weinterrassen, Villa Liebermann am Wannsee oder die Königliche Gartenakademie, Oase für Gartenkultur an einem historischen Ort.




Sommerhaus mit Staudengarten und Birkenhain
Am Tag der Anreise besuchen wir die Villa Liebermann am Wannsee. 1909 ließ sich der Maler und Graphiker Max Liebermann (1847–1935) ein Sommerhaus bauen, das er stolz sein „Schloss am See“ nannte. Hier fand er Ruhe, Inspirationen und Motive für sein Spätwerk. Mehr als 200 Gemälde entstanden in seinem geliebten Garten. Nach der denkmalgerechten Wiederherstellung der Villa sind in den Museumsräumen Gemälde, Pastelle und Grafiken des bedeutenden deutschen Impressionisten ausgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Werke, die hier entstanden: Bilder von der Blumenterrasse, vom Staudengarten oder dem Birkenhain. Die Gemälde lassen sich im originalgetreu rekonstruierten Garten mit den natürlichen Motiven vergleichen. Die Terrasse des Hauses bietet einen schönen Ausblick auf Garten und Wannsee. Anschließend beziehen wir unser zentral in Berlin gelegenes Hotel.

Auf den Spuren Karl Foersters
Wir starten den Tag mit dem Blütengarten von Dr. Konrad Näser in Potsdam-Bornim, der als Chef des VEB Gartenbau nach Karl Foersters Tod 1970 die Staudenzüchtung bis 1989 leitete. In seinem privaten rund 2.000 qm großen Staudengarten mit Waldcharakter wachsen unter hohen Bäumen immergrüne Gehölze, Farne und Hosta. Die Schatten- und Sonnenflächen zwischen kleinen Gartenteichen sind abwechslungsreich bepflanzt mit bodenbedeckenden Storchschnäbeln und Haselwurz sowie einer Fülle hochwachsender Stauden und über 300 Fuchsien.
Dann geht es in den historischen Senkgarten von Karl Foerster (1874-1970) in Potsdam Bornim. Der hinter dem Wohnhaus gelegene „Steingarten der sieben Jahreszeiten“ wurde neu gestaltet. Nach dem Tod der Tochter Karl Foersters, Marianne Foerster (1931-2010), ist das gesamte Anwesen Gartendenkmal der Marianne-Foerster-Stiftung. Gleich nebenan liegt die 1910 von Karl Foerster gründete Gärtnerei Foerster Stauden. Als Züchter und Vordenker moderner, naturnaher Gartengestaltung wird Karl Foerster heute noch international gewürdigt. Geprägt durch seine aufgeklärte humanistische Geisteshaltung war sein züchterisches Werk darauf ausgerichtet, die charakteristischen individuellen Eigenschaften der Pflanzen zu unterstreichen. Sein Credo „es wird durchgeblüht“ finden wir hochaktuell als Gestaltungsansatz in modernen Gärten. Seine widerstandsfähigen, ausdauernden und winterharten Stauden sowie die von ihm eingeführten bei uns gut gedeihenden Wildstauden, Gräser und Farne aus aller Welt sind eine Bereicherung für unsere Staudengärten. In der heutigen Gärtnerei ist die Erhaltung und Verbreitung der hier entstandenen Pflanzenzüchtungen ein wichtiger Schwerpunkt.



Internationale Gartenkunst
Ein erlebnisreiches und überraschendes Festival der Gartenkunst erwartet uns auf der IGA: zeitgemäße Gestaltungsideen, Dialog der Kulturen, Gärten der Welt, zukunftsweisende Projekte, Naturgärten, grüne Stadträume – die Internationale Gartenausstellung IGA widmet sich der Zukunft von urbanem Grün. Internationale Landschaftsarchitekten, Garten- und Landschaftsgestalter, Pflanzenproduzenten, Kunst- und Kulturschaffende aus aller Welt verwandeln Berlin in ein Gartenlabor der Zukunft. Von Balkonien bis zum Wassergarten, vom Gemüsebeet bis zur urbanen Farm, vom Stadtwald zu einer neuen Gartenstadt – hier wird gezeigt, was, wie und wo überall Garten sein kann. Lassen wir uns überraschen!



Königlich gärtnern auf dem Weinberg
Ab 1745 ließ Friedrich II. vor dem Toren Potsdams seine Sommerresidenz Schloss Sanssouci bauen, das heute eines der bekanntesten Hohenzollernschlösser der brandenburgischen Landeshauptstadt ist. ‘Ohne Sorge‘ (französisch sans souci ) ließen sich hier entspannte Sommertage verbringen. Ausgangspunkt für die Parkanlage sind die Weinbergterrassen, die Friedrich II. auf dem „Wüsten Berg“ 1744 anlegen ließ, weil dessen Eichenbestand für den Ausbau der Stadt Potsdam unter Friedrich Wilhelm I. abgeholzt wurde. Auf den umliegenden Flächen entstanden die weiteren Ziergärten und Heckenquartiere mit Obstbäumen. Das Leitmotiv für Friedrich II. war es, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, und so diente Sanssouci nicht nur der Repräsentation, sondern auch dem kunstvollen Obst- und Gemüseanbau. Am Nachmittag fahren wir zurück nach Berlin. Gabriela Pape hat die Königliche Gartenakademie in Berlin –Dahlem zu neuem Leben erweckt. Das Ziel der Gartenplanerin ist es, in Berlin ein Zentrum zur Förderung der Gartenkultur und der Gartenkunst zu schaffen.




Historischer Privatgarten
Am Vormittag besuchen wir den Gartenhistoriker und Autor Dr. Clemens Alexander Wimmer in seinem Privatgarten in Potsdam. Die Anlage entwickelte der Gartenplaner aus einem alten Obstgarten aus dem Jahr 1846. Unser Spaziergang verläuft durch den Rosengarten mit Springbrunnen, das Blumenparterre mit Pergola bis zu einem bepflanzten Hügel auf einem Eiskeller von 1876. Hinter einer hohen Hecke liegen der Stauden- und Obstgarten.

Leistungen:
• 4 x Hotelübernachtung inkl. Halbpension in
einem 4-Sterne Hotel im Zentrum
• Citytax
• Frühstück bei der Anreise im Bus
• alle Rundfahrten und Garteneintritte lt. Programm

Preise:
745,00 € pro Person im Doppelzimmer
135,00 € Einzelzimmerzuschlag
32,00 € RRV im DZ / 38,00 € RRV im EZ

zur Anmeldung

Reiseleitung, Organisation und Bustransfer:
aha!- Reisen/Peter Gartz
botanisch-gärtnerische Leitung: Anja Birne

Geringförmige Änderungen im Programmablauf, die jedoch nicht den Leistungsumfang beeinträchtigen,
sind möglich.Transportraum für ihre Pflanzeneinkäufe ist selbstverständlich vorhanden!





Spätsommer in Ostwestfalen - Gartenreise Deutschland
5-Tage-Reise vom 9.9. -13.9.2017


Auf der 5 Tages-Reise ins östliche Ruhrgebiet und das angrenzende Westfalen werfen wir einen Blick in bemerkenswerte Privatgärten und außergewöhnliche Parkanlagen. Und natürlich statten wir der Landesgartenschau in Bad Lippspringe einen Besuch ab. Die bekannten Pflanzungen von Piet Oudolf in Hamm und Bad Driburg sind ebenso Ziele wie die Privatgärten Adelt, Tegtmeyer und Kipp/Brakemeier. In Dortmund steht der Rombergpark mit seinen modernen Staudenpflanzungen auf dem Programm, bevor es via Hortus Peter Janke und Gartenmanufaktur Schröder zurück an den Niederrhein geht.


Peter Janke aus Hilden, begeistert seit mehreren Jahren mit spannenden Gartenbüchern, fotografiert vom renommierten Gartenfotograf Jürgen Becker, die Gartenszene. Der Beth Chatto-Schüler schuf auf dem Gelände der elterlichen Gärtnerei einen besonderen Garten, der von Reisegruppen aus aller Welt besucht wird. Besuchen Sie mit uns seine Gartenvision, die hier Wirklichkeit wurde.

In der Metropole des östlichen Ruhrgebiets, in Dortmund, besuchen wir den Botanischer Garten Rombergpark .
Die Parkanlage war lange bei den Liebhabern von Rosen berühmt, weil hier eine der größten Sammlungen Westdeutschlands zu finden ist. Aber inzwischen hat sich herumgesprochen, dass der Rombergpark auch als Ziel für Stauden- und Gräserliebhaber eine Topadresse ist. Die Gesellschaft der Staudenfreunde GdS hat hier die Gelegenheit genutzt, ein großes Staudenbeet anzulegen, das ganz in der englischen Tradition steht. Fein abgestufte Farbverläufe der Blüten- und Blattfarben machen es zu jeder Jahreszeit zu einer Augenweide.
Anschließend reisen wir weiter zu unserem Hotel in Paderborn.


Am nächsten Morgen geht die Fahrt ins westfälische Hamm. Auf dem Gebiet der ehemaligen Zeche Maximilian ist 1984 anlässlich der ersten Landesgartenschau der Maximilianpark entstanden. Hier interessiert uns besonders die Staudenpflanzungen des weltweit bekannten niederländischen Gartengestalters Piet Oudolf. Unter dem Titel GartenKunst und NaturGestalten entstanden hier naturalistische Pflanzungen, die Oudolf extra für den Maximillianpark entworfen hat.

Auch das zweite Ziel des Tages widmet sich dem Werk des Niederländers. Auch für den gräflichen Park in Bad Driburg konnte Piet Oudolf als Gestalter gewonnen werden. Der Stauden- und Gräsergarten des renommierten Gartenkünstlers ergießt sich seit 2009 wie ein blühender Fluss über die weitläufigen Rasenflächen. Über 80 verschiedene Pflanzensorten und 16.000 aufeinander abgestimmte Pflanzen wurden auf 6.000 Quadratmetern gesetzt, die von kleinen Grashügeln durchbrochen werden.

Am nächsten Tag stehen zwei Privatgärten auf dem Programm, die uns die Vielfalt der westfälischen Gartenkulur näher bringen. Der Garten von Renate und Thomas Tegtmeyer ist nie fertig - zum Glück, wie sie betonen. Er passt so recht in keine der klassischen Gartenkategorien. Sie bearbeiten ihn mit Freude, beobachten, gestalten und machen manchmal auch etwas ganz anders als bisher. Der Garten Tegtmeyer mit seinen zwei Teilen von etwa 1.000 und 900 Quadratmetern war eine Herausforderung, bevor er Garten wurde. Seit 2001 arbeiten die beiden an ihrem "alten Garten"
2008 kam der neue dazu, der im Gegensatz zum Alten lang und schmal ist und formal angelegt wurde.

Der zweite Garten des Tages ist der private Garten von Oliver Kipp und Karsten Brakemeyer in Löhne. Das Team aus Gartengestalter/Karsten Brakemeyer und Gartenjournalist und Buchautor/Oliver Kipp hat sich hier seinen persönlichen Traumgarten geschaffen. So heißt auch der Titel des Buches über diesen Garten. "Der Traum vom englischen Garten auf dem Lande" - Wie aus dem Nichts ein Paradiesgarten geschaffen wurde. Auf knapp einem Hektar Weideland entstand in 15 Jahren ein Gartenparadies, das inzwischen zum Geheimtipp für Gartenliebhaber in ganz Deutschland geworden ist.



Blumenpracht & Waldidylle - Der vierte Tag unserer Reise ist ganz der diesjährigen nordrhein-westfälischen Landesgartenschau in Bad Lippspringe gewidmet.
Die Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe (LGS) ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Zum einen ist sie die erste Gartenschau in Nordrhein-Westfalen, die vor einer Wald-Kulisse stattfinden wird. Zum anderen ist die Kurstadt der bislang kleinste Ort, der die beliebte Großveranstaltung ausrichten wird. Eine weitere Besonderheit Bad Lippspringes ist die direkte Verbindung zwischen Innenstadt und Kurwald, die ein bislang einmaliges Szenario für die Landesgartenschau darstellt.
Im Zuge der vorbereitenden Forstarbeiten wurden von insgesamt 4,5 Millionen Bäumen im Kurwald rund 3.500 entnommen. Dadurch sind breite Lichtachsen entstanden, die für die gesamte Vegetation und auch die Tierwelt von großem Gewinn sind. Zudem werden klassische Wirtschaftsbaumarten wie Fichte, Kiefer, Lärche und Buche durch seltenere Bäume ersetzt, was die Artenvielfalt deutlich erhöht. 
Neben der besonderen Kulisse des Kurwaldes können sich die Besucher der LGS in Bad Lippspringe auf eine außergewöhnliche Interpretation der klassischen Zutaten einer Gartenschau freuen. Im Kurpark, auf zahlreichen Lichtungen im Kurwald und im Arminiuspark warten im Jahr 2017 wahre Blütenexplosionen auf die Gäste. Blumenschauen und Themengärten sind die zentrale Attraktion auf dem 33 Hektar großen Gelände, das in zwei Teile aufgeteilt ist. Über eine 900 Meter lange Flaniermeile durch die Fußgängerzone sind diese miteinander verbunden. Mit der Präsentation ätherischer Gärten betont Bad Lippspringe zudem seine Ausrichtung als moderner Gesundheitsstandort. 



Der kleinste Garten unserer Reise ist der preisgekrönte Sammlergarten von Ingrid Adelt in Hattingen. Nur 400m² misst der Privatgarten der Pflanzensammlerin mit viel Wissen um die Standortansprüche der Pflanzen und Sinn für Ästhetik in der Gestaltung. Die Hobbygärtnerin plant und entwirft in ihrer Freizeit Gärten und öffnet ihr privates Experimentierfeld mit über 600 Staudensorten für Besucher.

Leistungen:
• 4 x Hotelübernachtung inkl. Halbpension / 4-Sterne
Zentrum Paderborn
• inkl. aller Rundfahrten und Garteneintritte lt. Programm

Preise:
765,00 € pro Person im Doppelzimmer
135,00 € Einzelzimmerzuschlag
33,00 € RRV im DZ / 39,00 € RRV im EZ

zur Anmeldung

Reiseleitung, Organisation und Bustransfer:
aha!- Reisen/Peter Gartz
botanisch-gärtnerische Leitung: Hermann Gröne

Geringförmige Änderungen im Programmablauf, die jedoch nicht den Leistungsumfang beeinträchtigen, sind möglich. Transportraum für ihre Pflanzeneinkäufe ist selbstverständlich vorhanden!



Schwalmtal-Waldniel
Atmo

Ein Kreisverkehr wird Garten!
Schon im ersten Jahr hat sich die Staudenpflanzung in Schwalmtal-Waldniel prächtig entwickelt. Gaura und Blauraute, Knöterich und Geranium blühen um die Wette.

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Buchveröffentlichungen bei DVA
Atmo


Ein faszinierender Stauden- und Gräsergarten- artenreich, naturnah, pflegeleicht
in der Reihe: "Das Gartenportrait"
Text und Fotos: Hermann Gröne

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Die Jahreszeiten in der Sonne

Frühling

Frühsommer

Sommer

Spätsommer

Herbst

Winter

Lebensbereiche

Die Lebensbereiche der Stauden erklären die vorherrschenden Standort-Bedingungen im jeweiligen Beet

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