Gartenblog Januar - März 2009

Neue Bilder aus 2008

Als fotografierender Gärtner, der nach wie vor mit dem klassischen Diafilm aufnimmt, hinke ich in doppelter Hinsicht meiner Zeit hinterher. Digitale Spiegelreflexkameras haben den Markt erobert und ermöglichen dem Gartenseiten-Betreiber gelungene Fotos am nächsten Abend ins Netz zu stellen. Nicht im Garten Gröne. Die Besucher meiner Diaprojektor-Vorträge wissen das zu schätzen. Erst Ende des Jahres stehen mir die Bilder der vergangenen Gartensaison in digitalisierter Form zur Verfügung.
Nach und nach werde ich an dieser Stelle auf neue Diashows, Seiten im virtuellen Rundgang oder in den Jahreszeiten aufmerksam machen.

Macroaufnahmen und Blütenportraits
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Das Gartenbeet mit dem indianisch klingendem Namen: 'Gewitterwolke und roter Donner' ist nun im Jahreslauf fotografiert. Die Farbrabatte mit dem Schwerpunkt August feiert mit Purpursonnenhut, Indianernessel und Wiesenknopf den Hochsommer.
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Die Entscheidung fiel schwer, aber nachdem in den letzten Jahren die Belaubung immer mehr zurückging, mußte eine Winterkirsche für eine Neuanpflanzung weichen. Der nordamerikanische Gewürzbaum Sassafras albidum ist nun Namensgeber des Beetes in der Nähe der zentralen Pflasterfläche.
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Neue Bilder gibt es auch im Beet: Am Sitzplatz, das in 2007 erweitert wurde.
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Donnerstag,12.3.2009

Pflasterkunst
Seit fast 20 Jahren besteht eine mal enge, mal lockere Zusammenarbeit mit der Pflasterkünstlerin Sylvia Dorner aus Wachtendonk, die für ihre ungewöhnliche Art Naturstein zu verwenden, bekannt geworden ist. In der Region durch regelmäßige Teilnahme an der 'Art of Eden' im Krefelder botanischen Garten und überregional durch Berichte in Gartenzeitschriften und Gartensendungen des Fernsehens.
Im Garten Gröne bietet die große, patchworkartige Sitzfläche in der Mitte des Gartens ein beeindruckendes Beispiel ihrer Kunst. Um nicht falsche Vorstellungen vom Allroundtaltent des Gartengestalters zu wecken, betone ich bei Nachfragen immer, dass ich bei dieser Arbeit nur gehandlangert habe.
Die Ansprüche an den künstlerischen Ausdruck einer solchen Pflasterfläche sind hoch, der Preis ist ist es nicht und durchaus vergleichbar mit dem allgegenwärtigen Schuppen- und Reihenpflaster des Garten und Landschaftsbaus.
Mehr dazu hier



Rosenmontag, 23.2.2009

Abwrackprämie
Da die Umweltprämie des Bundes, im Volksmund auch Abwrackprämie genannt, ein großer Erfolg ist, möchte ich mich anschließen und führe in der kommenden Frühjahrs-Saison eine Abwrackprämie für Kirschlorbeer Prunus laurocerasus*,**,*** ein. Durch falschen Schnitt und zu dichte Pflanzabstände sind viele Hecken des immergrünen Gehölzes mit den dunkelgrünen, grob strukturierten, an Gummibaum erinnernden Blättern unansehnlich geworden. Der letzte Winter mit Temperaturen von bis zu 20 Grad unter Null haben hat vielen Exemplaren schwer zugesetzt, so dass die Entscheidung leicht fällt, sich von seiner alten Hecke zu trennen.
Die Abwrackprämie greift auch bei solchen Exemplaren, die als Lückenfüller zwischen anderen Sträuchern in Metergröße gepflanzt wurden und nach dem Anwachsen zwei bis drei Jahre später nur durch brutalen Schnitt klein gehalten werden können****. Ein Verfahren, das die Pflanzen erst richtig unansehnlich macht. In diesem Sinne ist diese Abwrackprämie auch Umweltprämie: Sie macht unsere Gartenumwelt schöner.

*Für einen Eintausch von je 5 lfm Kirschlorbeer gegen einheimische Eibe Taxus bacatta ab der Handelsgröße 100-125 cm, 3 xv, zahle ich eine Abwrackprämie von 100 Euro. Mit der nächsthöheren Größe steigt die Abwrackprämie um jeweils 50,-. Bitte erkundigen Sie sich nach den Konditionen für Fagus sylvatica, Carpinus betulus und Ligustrum vulgare.
** Die Prämie kann nur ausgezahlt werden, wenn Entsorgung der Alten und Pflanzen der neuen Hecke gleichzeitig in Auftrag gegeben werden.
***Hier ist ausdrücklich nicht die wertvolle portugiesische Lorbeerkirsche Prunus lusitanica gemeint.
****Gilt nicht für frei stehende Exemplare in großen Parkanlagen.




Samstag, 14.2.2009

Gastbeitrag von Jörg Pfenningschmidt, Hamburg
Vom Nutzen des Giersch
Eine Kollegin hat mir neulich ein beeindruckende Foto aus ihrem Pflegegarten gezeigt:
Sehr schöne gefüllte rosa Rosen (bitte keine Fragen zu Rosensorten!) standen in einem Meer von duftigen weißen Doldenblüten. Das klingt erstmal nicht sehr originell. Der anmutige Rosenpartner heißt aber Aegopodium podagria oder Giersch mit deutschem Namen und jetzt wird’s interressant. Die Kollegin arbeitet nicht irgendwo, sondern betreut den Garten eines englischen Herrenhauses. Wir können also davon ausgehen, daß die Rosen/Giersch-Kombination kein Zeichen von Verwahrlosung ist, sondern eine bewußte Pflanzung. Warum eigentlich nicht?
Ich höre den Aufschrei: Wuchert! Vom Nachbarn.. ! Unkraut! Der ganze Garten voll... Jedes Jahr drei Schubkarren... usw. Die Abneigung gegen Giersch ist beinahe schon eine Phobie. Giersch ist die Nacktschnecke unter den Pflanzen. Schluß mit Öko, kein Pardon mehr.
Kaum ein Kundengarten in dem nicht die erste Forderung lautet "Der Giersch muß weg". Trotz aller Bemühungen: weg ist er natürlich nie. Er sitzt im Wurzelwerk der Sträucher und im Zaun und lauert dort auf seine Wiedergeburt.
Versuchen wir es einmal anders. Schauen wir uns nach Pflanzen um, die genauso robust und gut wachsen wie unsere heimische Apiaceae. Hat Giersch gleich starke Partner, wird er zu einem Teil der Pflanzung und nicht zum alles beherrschenden Unkraut. Es kommt also auf das Ensemble an. Giersch hat da nichts zu suchen, wo kleine und zierliche Pflanzen wachsen sollen.Pflänzchen, die zimperlich sind und fünf Jahre für drei Blätter brauchen sind mit Giersch natürlich völlig überfordert. Aber solche Pflanzen stehen in der Regel auch im Vordergrund eines Beetes, wo man sie genauer betrachten und pflegen kann . Diese Spezialitäten-Ecken frei zu halten vom Geißblatt – so der andere deutsche Name des Giersch, sollte eigentlich schon gelingen.
Eine gute Staude für den Giersch empfiehlt die Staudengärtnerei Eskuche. Der Storchenschnabel Geranium ibericum "Vital" blüht blau und macht dem Sortennamen alle Ehre. Ich habe die Staude in einen Wegstreifen voller Giersch gesetzt und sie hat sich dort prächtig durchgesetzt.Auch andere Storchenschnäbel wie Geranium phaeum oder die verschiedenen Sorten des Wald-Storchschnabels (Geranium sylvaticum) sind reizvolle und sichere Partner für Giersch. Absolut empfehlenswert auch wegen des schönen Laubes ist Geranium x "Sirak". 50cm hoch und mit langanhaltender lilarosa Blüte.
Höher werdende Stauden für die Giersch-Gesellschaft könnten Lunaria rediviva, die Ausdauernde Mondviole oder Aruncus "Horatio" sein. Lunaria rediviva ist eng verwandt mit dem bekannten Silbertaler, ist aber mehrjährig und insgesamt schöner. Sie blüht in rund 1 Meter hellviolett über dem Giersch. Später schmücken die silbrig schimmernden Schoten.
Aruncus "Horatio" heißt auf deutsch Geißbart und ist eine Züchtung von Ernst Pagels. Eine vom Austrieb bis zum Winterschmuck prachtvolle Staude mit 1 Meter hohen weißen Blütenwolken.Eine Pflanze die sich nach meinen Erfahrungen bestens gegen Giersch durchgesetzt hat, ist die Staudenclematis Clematis heracleifolia "Cassandra". Ihr Austrieb erscheint erst relativ spät, ist dafür aber um so mächtiger. Ab Juli erscheinen die kräftig blauen Blütentrauben. Da ich die Pflanze nicht stütze oder aufbinde, bedeckt sie im Spätsommer locker eineinhalb Quadratmeter Boden. Natürlich ist der Kerzenknöterich (Polygonum amplexicaule) eine Traum-Pflanze und auch bestens als Giersch-Beigabe geeignet.Aber er wird mit einem Meter Höhe und Breite auch ziemlich mächtig. Die Sorte "Inverleith" hingegen hat alle guten Eigenschaften der Art, bleibt mit 50 cm aber nur halb so hoch und ist damit auch für kleinere Pflanzungen geeignet.
Vielleicht hilft diese kleine Auswahl an Stauden, das Problem Giersch einmal etwas entspannter und kreativer anzugehen. Und wenn gar nichts mehr geht, stellen Sie sich einfach vor, sie hätten ihren Giersch auf der letzten England-Reise für ein kleines Vermögen erworben und er wäre wahnsinnig selten. Dann sieht man auch das scheußlichste Gekraute meist mit ganz anderen Augen.



Trompetennarzisse 'Rijnveld's early Sensation'
Trompetennarzisse 'Rijnveld's early Sensation'
Mittwoch, 4.2.2009

Blumenzwiebel der Stunde
Dass in den Laboren der Gentechniker das Genom dieser Pflanzen genau unter die Lupe genommen wird ist für mich ausgemachte Sache. Die Damen und Herren suchen im Auftrag der Zierpflanzenindustrie nach dem Abschnitt, der dafür sorgt, dass Narcissus 'Rijnveld's early Sensation' sechs Wochen vor den anderen Trompetennarzissen blüht. In der Regel oder besser gesagt in diesem Winter wird das Ende Februar sein, zusammen mit Schneeglöckchen und frühen Krokussen. Die Blütenknospe ist bis zum Jahreswechsel voll entwickelt, wann sie sich aber öffnet vom Wetter abhängig. Teilweise erschienen in den letzten milden Wintern die ersten Blüten bereits um Weihnachten. Die Züchtung aus den Niederlanden stammt aus dem Jahre 1944. Der Stängel ist nicht sehr hoch und der wenig ausgewogene Blütenaufbau wird von modernen Sorten übertroffen. Selten einmal kann sich eine Blüte nach starkem Frost oder Schneefall nicht mehr aufraffen. Die Zwiebeln treiben früh aus. Mit dem Legen also nicht bis Dezember warten, sonst wird es nichts mit der frühen Sensation.
Diashow




Freitag, 23.1.2009

Schneeglöckchen -Tage 2009 in Nettetal
Warum das so ist, konnte mir noch niemand erklären, aber interessanterweise ist das leidenschaftliche Sammeln von Schneeglöckchen eine Passion, die stark unter Männern verbreitet ist. Wer in der Familie Waldorf die treibende Kraft hinter der Initiative ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls findet das größte gärtnerische Event meiner Region im zeitigen Frühjahr statt, wenn von richtigem `Gartenwetter` noch nichts zu sehen ist. Die Ausstellung im Oirlicher Blumengarten lockt Gärtnereien aus Österreich, England, Deutschland, Holland und Belgien an. Nach drei Jahren sind die Anbieter Sturm erprobt, die Besucher warm angezogen und alle begeistert von der Möglichkeit Ende Februar, so nah bei, die erste hochkarätige Pflanzenausstellung zu besuchen. Das übliche Beiwerk aus Kitsch, Kunst und Co hält sich angenehm in Grenzen und gegen Glühwein bei einstelligen Temperaturen oder Kaffee und Kuchen in der Bauernstube ist nichts einzuwenden. Der diesjährige kalte Winter wird vermutlich dafür sorgen, dass an den Ständen auch viele Schneeglöckchen blühen werden, was in den letzten Jahren nicht der Fall war. Und Schneeglöckchen-Tage muss nicht heißen, dass ausschließlich mit Galanthus gehandelt wird. Schattenstauden, Blumenzwiebeln im Topf, Cyclamen, Christrosen, aber auch seltene Gehölze, Rosen und Pfingstrosen sind im Angebot. Als Profi, der wenig reist und viele Kontakte nur über die elektronische Post hält, ist dieses Wochenende ein willkommene Gelegenheit persönlich mit verschiedensten Gartenmenschen zu sprechen. Wem das noch nicht reicht! Eine Schneeglöckchenreise gibts auch.
http://www.iris-ney.de/35/Aktuelles/Galanthour_2009.htm
Hier der Tipp für alle, die neue Beete planen : Jetzt die Online-Kataloge der Aussteller durchsehen und sich die bestellten Stauden mitbringen lassen.
Neben verschiedenen holländischen und belgischen Anbietern und der englischen Monksilver Nursery z. B. Alpine Raritäten Peters, Farngärtnerei Wiederstein, Gärtnerei am Nassachtal, Gerhild Diamant oder Sarastro-Stauden.
http://www.oirlicher-blumengarten.de/sites/diashow/termine.html


Dienstag, 20.1.2009

Mann der Stunde - Barack Obama
Obwohl ein gärtnerischer Bezug beim besten Willen nicht herzustellen ist, nutze ich die Gelegenheit, dem auf Kooperation statt Konfrontation bedachten, ersten afroamerikanischen US Präsident Barack Obama zur Amtseinführung zu gratulieren.
Wenn der charismatische Jurist und Sozialarbeiter nicht das Schicksal der Kennedybrüder teilt, wird die Gängelung der Wissenschaft aufhören, 'Intelligent Design' als Pseudowissenschaft für die Sonntagskanzel entlarvt und globaler Umwelt- und Klimaschutz auf Dauer in der politischen Agenda etabliert.
Wenn schon keinen gärtnerischen, so gibt es doch einen persönlichen Bezug zum Mann der Stunde. Obama ist nur zehn Monate älter als ich, checkt ständig seine E-Mails und teilt mit mir das Laster Nikotingenuss.




Dienstag, 13.1.2009

Rozkvetla zahrada - od jara do zimy
Das ist der Titel der tschechischen Ausgabe der 'Immerblühenden Beete' und heißt übersetzt 'Gartenblüten – von Frühling bis Winter'. Die Rechte an der slowakischen Übersetzung sind ebenfalls vergeben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Buch ein großer Erfolg. Bislang sind 15.500 Exemplare verkauft worden. Warum ausgerechnet in der Slowakei und Tschechien Lizenzausgaben erscheinen, kann folgenden Grund haben. Der allgemeine Wohlstand hat in den letzten Jahren zugenommen und die Menschen können es sich mehr und mehr leisten Gemüsebeete und Sommerblumenrabatten in langlebige Staudenpflanzungen umzuwandeln.




Montag, 12.1.2009

Hosta- Staude des Jahres 2009
Vermutlich um die Marktmacht bei Solitärstauden im Schatten weiter zu etablieren und die Nachfrage hoch zu halten ist vom Bund deutscher Staudengärtner die Gattung Hosta zur Staude des Jahres 2009 gewählt worden. Damit hat sich, wenig originell, eine der drei Großen H`s dieses Jahr durchgesetzt. Nur wenige Gattungen beanspruchen wie diese Drei derart viel Raum in Gartenzeitschriften und Platz in den Gärten der Staudenliebhaber. Man könnte meinen, dass ohne Hemerocallis, Helleborus und Hosta keine Gartengestaltung möglich ist. Ob in den Gartenzeitschriften am Kiosk oder den Fachpuplikationen der Liebhaber, immer sind die drei großen H´s präsent. Kennen Sie Gärten, in denen sie nicht wachsen? Was die Gattung Hosta tatsächlich so wertvoll macht, ist ihre Anspruchslosigkeit. Trockenheit, Nässe, unterschiedliche PH Werte und Vollschatten bis Halbschatten werden problemlos toleriert. Leider führt die breite Standortamplitude auch zu abenteuerlichen Kombinationen mit Sonnenstauden oder großflächiger Verwendung, die dann im Winter ohne jeden Zierwert ist. Vorsicht auch bei akuter Hosta-Manie, dem zwanghaften Sammeln von neuen Sorten. Gemüsebeete und Rasenflächen weichen zunehmend neuen Beetflächen, auf der Terrasse ist vor lauter Töpfen kein Platz mehr und an Urlaub im Sommer ist nicht mehr zu denken, da Hosta in Töpfen bei hohen Temperaturen regelmäßig gewässert werden müssen.
Die kritische Einstellung zur Dominanz der drei großen H´s heißt jedoch nicht, dass im Garten Gröne gar keine Taglilien, Christrosen oder Funkien wachsen. Auf Hosta 'El Nino', 'Halcyon', 'Sum and Substance', 'June' oder 'Francee' , kombiniert mit Geophyten und Gräsern, möchte ich nicht verzichten. Hosta sind pflegeleicht, sie können unverpflanzt sehr alt werden und werden von Jahr zu Jahr schöner. Welche Schätze sich unter dem Begriff Hostabegleiter verbergen, zeigt ein Blick auf die Liste : 'Sonstige Schattenpflanzen' des Hostaexperten Dr. Ullrich Fischer.
http://www.garten-literatur.de/Pflanzen/Sonstige.htm
Übrigens, ein Parallele gibt es in den Grünraum-Anlagen moderner Spielart, geplant von jungen, urbanen Gartenarchitekten. Hier dominieren die drei Großen B´s, Buchs, Bambus und Birke.


Montag, 12.1.2009

Hosta- Staude des Jahres 2009
Vermutlich um die Marktmacht bei Solitärstauden im Schatten weiter zu etablieren und die Nachfrage hoch zu halten ist vom Bund deutscher Staudengärtner die Gattung Hosta zur Staude des Jahres 2009 gewählt worden. Damit hat sich, wenig originell, eine der drei Großen H`s dieses Jahr durchgesetzt. Nur wenige Gattungen beanspruchen wie diese Drei derart viel Raum in Gartenzeitschriften und Platz in den Gärten der Staudenliebhaber. Man könnte meinen, dass ohne Hemerocallis, Helleborus und Hosta keine Gartengestaltung möglich ist. Ob in den Gartenzeitschriften am Kiosk oder den Fachpuplikationen der Liebhaber, immer sind die drei großen H´s präsent. Kennen Sie Gärten, in denen sie nicht wachsen? Was die Gattung Hosta tatsächlich so wertvoll macht, ist ihre Anspruchslosigkeit. Trockenheit, Nässe, unterschiedliche PH Werte und Vollschatten bis Halbschatten werden problemlos toleriert. Leider führt die breite Standortamplitude auch zu abenteuerlichen Kombinationen mit Sonnenstauden oder großflächiger Verwendung, die dann im Winter ohne jeden Zierwert ist. Vorsicht auch bei akuter Hosta-Manie, dem zwanghaften Sammeln von neuen Sorten. Gemüsebeete und Rasenflächen weichen zunehmend neuen Beetflächen, auf der Terrasse ist vor lauter Töpfen kein Platz mehr und an Urlaub im Sommer ist nicht mehr zu denken, da Hosta in Töpfen bei hohen Temperaturen regelmäßig gewässert werden müssen.
Die kritische Einstellung zur Dominanz der drei großen H´s heißt jedoch nicht, dass im Garten Gröne gar keine Taglilien, Christrosen oder Funkien wachsen. Auf Hosta

Montag, 5.1. 2009

Was macht eigentlich...Olaf Grabner?
Lange Jahre führte Olaf Grabner eine kleine, aber feine Staudengärtnerei bei Berlin. Als Fachmann für Wildstauden und deren Auslesen ist Olaf Grabner vielen als Autor von lesenswerten Artikeln im Staudengarten, grünem Anzeiger und anderen Zeitschriften ein Begriff. Das Studium seines Staudenkataloges war lange Jahre ein Muß in jedem Winter.
Leider ist der Umsatz der Staudengalerie nicht mit seinem Bekanntheitsgrad unter den Staudenfreunden gestiegen und nach elf Jahren kam das Aus für die Gärtnerei und deren Webseite.
Zu meiner Freude hat Olaf Grabner als Obergärtner im Park des Nepal-Himalaja–Pavillon bei Regensburg Gelegenheit sein Talent weiter zu entwickeln. Die Gestaltung des Parks, der Aufbau einer Sammlung von Himalajapflanzen und ein Pflanzenverkauf bieten dem begeisterten Gärtner und Staudenkenner genug Möglichkeiten dazu. Der Pavillon war das Ausstellungsbeitrag des Landes Nepal zur EXPO 2000 in Hannover, Buddhistischer Tempel und Hinduistischer Stupa in einem Bauwerk verbunden. In jedem Fall ein inspirierender Ort für kreative Pflanzenverwendung. Das könnte ein neues Gartenreiseziel in Süddeutschland werden. Zuerst war ich mir ja nicht ganz sicher, ob es sich wirklich um den Olaf Grabner handelt. Dann las ich auf der Webseite das hier, indem prompt zwei Stauden genannt sind, die mir unbekannt waren und die, nach einer Googlerecherche, unbedingt auch im Garten Gröne wachsen müssen.
“Die Liste der hier gepflanzten Gehölze reicht von Caesalpinia/ und Cercis bis Sinocalycanthus, von Disanthus bis Stewartia und Styrax, von Aralia bis Xanthoceras. Noch zahlreicher sind die vielen Stauden deren Spannweite sich zwischen Acanthus und Zigadenus, Boehmeria und Syneilesis, Meehania und Xerophyllum, Jeffersonia und Seseli, Athamantha und Pachyphragma, Chrysosplenium und Veratrum bewegt. Wohl jeder wird hier neue Pflanzen entdecken können."
http://www.nepal-himalaya-pavillon.de/DerSchauundSichtungsgarten.html






Freitag, 2.1.2009

Zwanzig Grad unter Null
Am zweiten Tag des neuen Jahres kam die Meldung, dass für Nord- und Ostdeutschland Temperaturen von 20 Grad unter Null erwartet werden. Fehlt dann eine schützende Schneedecke und es scheint auch noch tagsüber die Sonne, sind Schäden vorprogrammiert. Das löst beim Gärtner vielfältige Gefühle aus. Die Liste der empfindlichen Pflanzen im Garten Gröne ist lang. Seit sieben Jahren kommen z.B. Gaura und Verbena ohne Probleme durch den Winter. Zwei Kisten mit kostbaren, neuen Kerzenknöterich- und Riesenehrenpreissorten haben einen Platz im forstfreien Hausflur bekommen. Die Zistrose wird mit Tannengrün der Weihnachtsdeko zugedeckt und Amicia und Aralia schützt eine Laubschüttung. Alles andere steht nicht in meiner Macht.
Andererseits, die Chancen stehen gut, dass die Netteseen zufrieren und nach vielen Jahren mal wieder Spaziergänge übers Eis möglich sind. Einige der neu eingewanderten Schädlinge werden große Probleme bekommen, manches neue Unkraut verabschiedet sich vom Niederrhein.
Geradezu wünschenswert wäre der Stopp von noch mehr Kirschlorbeer in den Gärten, schade ist es um Abelien, Lorbeerschneeeball und Rosmarin. Menschen, die es sich leisten jahrzehntealte Olivenbäume in ihre Gärten zu stellen, werden wohl trotz Wirtschafts- und Finanzkrise für Ersatz sorgen können.

Samstag, 20.12. 2008

Boisheim blüht
In Viersen blühen einjährige Sommerblumen, in Boisheim bald mehrjährige Stauden und Gräser?
Dank der Initiative des Bürgervereins sind Überlegungen weit gediehen, im Stadtkern von Boisheim vier Staudenbeete anzulegen. Angedacht sind zum Beispiel ein Trockenbeet mit Kräutern, Gaura und Graulaubigem im Pflanzstreifen neben der Hauptstrasse und eine rosa-rot-weiße Kerzenknöterichpflanzung an der Kapelle. Eine Sommer- und Spätsommerpflanzung in Rot- und Gelbtönen am Ortseingang Richtung Dülken und eine gemischte Strauch, Stauden und Gräserfläche an der Straße vor der Kirche gehören dazu. Starke Argumente wie Attraktivität, Ausdauer, Robustheit und Pflegearmut seitens des Planers weichen dem Vorurteil von den anspruchsvollen, pflegeintensiven Stauden. Der erste Schritt ist getan, das Viersener Grünflächenamt signalisiert Unterstützung. Der Bürgerverein von Boisheim sucht Sponsoren zur Finanzierung dieses Projektes. Bitte melden bei Peter Breidenbach, Bürgerverein von Boisheim e.V.
Tel.:02153/91810, Nettetaler Str. 106, 41751 Viersen - Boisheim




Freitag, 19.12.2008

Pflanze der Stunde - Nandina domestica
Im Winter, der im Staudengarten natürlicherweise dem Rückzug, Vergehen und damit der Vergänglichkeit gewidmet ist, wirkt Nandina domestica wie ein Fels in der Brandung. Gräser verlieren allmählich ihr Grün, vergilben nach und nach. Die Blütenstiele der Stauden entblättern sich, bald ist ihr Blütenstand auf kahlen Stielen nur noch schemenhaft zu erkennen. Die Nichtfarbe Schwarz hat Einzug zu halten. Als wäre ihr Stofftransport Mitte November magisch zum Stillstand gekommen, erstarrt sie in voller Schönheit. Manche Blätter sind abgefallen, einige rot verfärbt andere noch ganz grün, gekrönt von großen Samenständen mit zierlichen roten Früchten. Wenn der Winter gnädig gestimmt ist, bleibt dieser Zustand erhalten. Ihre Sonderrolle als Vermittler zu den Immergrünen und laubwerfenden Sträuchern und Bäumen des Gartens tritt erst im zeitigen Frühjahr deutlich zu Tage. Nach dem Rückschnitt der Stauden überragt der halb-immergrüne Strauch als Solitär eine Zeit lang alle Nachbarn, ohne den in sonnigen Staudenbeeten so unpassenden Wurzel- und Schattendruck zu entfalten.
Mehr dazu in der Diashow und im virtuellen Rundgang.





Donnerstag, 18.12.08

Knöterichbeet im Jahrbuch der Schweizer Staudenfreunde GSS
Die lesenswerten Jahrbücher der GSS sind immer einer Pflanzengruppe gewidmet. Allium, Euphorbia, Doldenblüter- Apiaceae, Salvien und Farne werden von allen Seiten beleuchet und besprochen. 2009 beschäftigt sich das Jahrbuch mit der Gruppe der Knöterichgewächse. Wer den Garten Gröne kennt, weiß das Staudenknöterich hier eine wichtige Rolle spielt. Das Angebot, die Planung eines Staudenbeetes mit Schwerpunkt Knöterich für das Jahrbuch zu übernehmen, freut mich sehr. Die Ansprüche: Immerblühend, keine nackte Erde und ausdrucksstark auch vor und nach der Blüte. Hier die Kurzfassung:
"Jeweils ein Exemplar P. 'Johanniswolke', P. 'Red Dragon', zwei rot- und ein rosafarbener Kerzenknöterich im Verein mit einem hohen Chinaschilf und einer Gruppe weiß und rosafarbener Riesenehrenpreis Veronicastrum bilden das Grobgerüst der Pflanzung. Die Kombination aus Blumenzwiebeln und Vorsommerblühern auf der einen, spätblühenden Astern und Ziergräsern auf der anderen Seite, belebt das Beet und hält den Spannungsbogen bis weit in den Winter."
http://www.staudenfreunde.ch/




Dienstag, 16.12.2008

Floriade 2012
Die Ausstellung der grünen Branche mit 2 Millionen Besuchern aus aller Welt findet in vier Jahren im Norden von Venlo statt.
Als ambitionierter Gartenplaner und Bürger der Nachbarstadt Nettetal eine ideale Kombination, da die Lokalpresse die Verwaltung und heimische Wirtschaft in schöner Regelmäßigkeit als ideen- und konzeptionslos darstellt. Manches Unternehmen der hiesigen grünen Branche macht sich keine Vorstellung davon, welche Chance sich durch das nur alle 10 Jahre stattfindende Großereignis für Sie bietet.
Der `Nette-Seen-Garten` heißt das Konzept, mit dem ich mich als Planer und Bauleiter für eine Beteiligung an der Floriade 2012 bewerben werde. Mit der Stadt im Boot ständen die Chancen gut.
Die Stadt Nettetal wirbt, Sponsoren präsentieren, Baustoff-Händler liefern, GaLa-Unternehmen bauen. Und alle sind zufrieden.
Artikel in der Rheinischen Post vom 19. Mai 2009.
http://www.floriade.nl/

Montag, 1.12.2008

Abrandeln
Besuche im Gartenbauzentrum in Grünberg bei Gießen haben immer noch nichts von ihrem Reiz verloren. Irgendetwas nimmt man mit, seien es neue Kontakte, neue Pflanzen oder Tipps aus der Praxis. Auf dem Seminar über Kies- und Schotterbeete, souverän geführt von Herrn Rücker, kam der Tipp des Tages von Professor Kircher, Fachhochschule Anhalt. Das ist die mit dem Perennemix.
Herr Kircher lässt grundsätzlich bei jeder Staude, die gepflanzt werden soll die obere, lockere Substratschicht nach dem Austopfen entfernen.
Das Wegnehmen der ersten 1-2 cm des Substrats vom oberen Rand bis zum Wurzelhals der Staude geht über das übliche Entfernen offensichtlicher Unkräuter hinaus. Hier liegt auch Unkrautsamen, der irgendwann keimt und sich dann nur schwer entfernen lässt. Da ja sofort nach dem Abrandeln gepflanzt wird, leidet die Pflanze nicht.
Wichtig beim Abrandeln: Substratreste nicht wieder ausbringen, sondern gleich in einen kleinen Eimer, den man beim Pflanzen neben sich hat.




Jetzt ist Pflanzzeit für Tulpen, Narzissen und Co. Nach einem langen, grauen Winter sind Zwiebel- und Knollengewächse im März und April echte Stimmungsaufheller. Die violetten Blütenbälle des Zierlauch dominieren im Mai/Juni ganze Beetbereiche.

Mehr dazu in der Diashow unter Tulpe, Narzissen und Zierlauch. weiter




Montag, 24.11.08

Linaria 'Peachy'
Eine Zeitlang konnte man auf dieser Webseite irrtümlicherweise lesen, dass Lianria Peachy eine Züchtung von Brian Kabbes sei. Stefan Rank heißt der Züchter von L.'Peachy', entstanden in der Staudengärtnerei Peine.
Wie es dazu kam, dass zwei bekannte Staudenzüchter mit mir Kontakt aufnahmen, lesen Sie im Ex- Gästebuch.



Freitag, 17.10.08

Guerrilla Gardening
Wer in der Stadt lebt und sich keinen eigenen Garten leisten kann, findet hier Anregungen zu Alternativen. Auch beliebt bei Mitmenschen, die den Anblick von kahlem, unbepflanztem Mutterboden vor ihrer Haustür nicht länger ertragen wollen. Wie so vieles kommt diese Welle aus den USA und fällt, gleich den propagierten `Seed Bombs`, auf fruchtbaren Boden.
http://www.gruenewelle.org/index_de.html
Artikel im Staudengarten
Atmo

Aktueller Artikel über den Garten und neue Stauden im Vierteljahresheft der Gesellschaft der Staudenfreunde.

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Ex-Gästebuch

Statt einer Pressemappe eine Auswahl der Einträge im Gästebuch von 2008-1999.

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Garten Pelters
Atmo

Dieser Vorgarten in Nettetal existiert nicht mehr. Er musste einer Straßenverbreiterung Platz machen. Den ausführlichen Artikel in der `Gartenpraxis` vom Mai 2002 über die Anlage finden Sie hier.

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links
Atmo

Das Internet bietet jede Menge interessanter Links zum Thema Garten. Hier eine kleine Auswahl.

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Aktuelle Termine 2020
Atmo

Der Garten in der Sendung "Gartenzeit" mit Rüdiger Ramme. Ausstrahlung am 6. Oktober 2020 in der WDR-Lokalzeit, zwischen 19.30 - 20.00 Uhr.

Aufgrund der Coronakrise musste die Filmvorführung "Five Seasons - The gardens of Piet Oudolf"in der Königsburg Viersen-Süchteln abgesagt werden. Nachholtermin 2021 beizeiten an dieser Stelle!

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